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Allgemeines zur Hundefriseurausbildung "auf einen Blick":

Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist immer noch sehr hoch. Seriöse Ausbilder zu finden ist schwer, denn viele schlecht gehende Hundesalons sollen durch "Ausbildungsangebote" vor dem Ruin gerettet werden.

Problem Nr. 1: Der Salon läuft schlecht, weil der Inhaber in seinem Management oder im handwerklich-fachlichen Bereich etwas verkehrt macht. Wie will ein solcher Ausbildungsanbieter erfolgreich schulen? Er kann doch nur sein eigenes "Mißerfolgsrezept" an seine Schüler weitergeben.

Problem Nr. 2: Oftmals hat der neue "Ausbilder" selber gerade erst seine eigene "Ausbildung" beendet und verfügt über keinerlei Erfahrung, aber über eine Idee, wie man die Kosten für die eigene Ausbildung schnell wieder 'reinholt.

Problem Nr. 3: Saloninhaber trauen sich nicht, ihre "Schüler" an die zahlende Kundschaft zu lassen.

Problem Nr. 4: Es wird keinerlei Hintergrundwissen vermittelt. Aber: Vor der Praxis kommt das Wissen!

 

bulletDer Berufsverband der Groomer e. V. distanziert sich ausdrücklich von einer Ausbildung "im laufenden Salonbetrieb".

Es ist auch für jeden leicht nachvollziehbar, in welchem Interessenkonflikt sich der Saloninhaber befindet. Soll er den "Lehrling" an die zahlende Kundschaft lassen? Was ist, wenn es schiefgeht? Der Kunde für die Frisur nicht zahlen möchte? Oder gar aus Verärgerung in Zukunft gar nicht mehr kommt? So darf dann mal eine Pfote oder ein Ohr gemacht werden, außerdem gebadet, entfilzt und gefegt - und zugesehen. Aber davon lernt man nicht wirklich, Hunde zu frisieren.

Viele Saloninhaber scheren nur, weil es leichter und schneller geht. Angeblich ist es der "Kundenwunsch", aber wie kann sich der Kunde anders entscheiden, wenn er nicht beraten wird und die Leistung Trimmen gar nicht angeboten wird? Und wie soll der "Lehrling" dann selber das Trimmen lernen?

Wenn man sich dennoch für eine Ausbildung im Hundesalon entschließt, so sollte der "Ausbilder" mindestens seit 3 Jahren in Vollzeit (also  hauptberuflich) selbständig sein. Ist der Saloninhaber nicht Vollzeit tätig, sollte man sich die Frage stellen, warum das so ist. Offensichtlich reichen die Einnahmen aus dem Salon nicht zum Leben oder der Inhaber vertraut seinem eigenen Können nicht und behält deshalb einen anderen Job bei, um sicher sein Geld zu verdienen. Das sind keine guten Voraussetzungen für die Ausbildung, denn offensichtlich hat dieser "Ausbilder" kein tragfähiges Konzept für den eigenen Salon, wie soll es dann beim Azubi besser werden?

Jemand, der erst ein paar Monate zuvor seine Ausbildungsstätte verlassen hat, kann nicht schon gleich neue Hundefriseure ausbilden.

Im laufenden Salonbetrieb kommt auch das Fachwissen oft zu kurz. "Vor der Praxis kommt das Wissen" - ein Spruch, den eigentlich alle Ausbilder aus den verschiedensten Branchen kennen. Natürlich kann man Anatomie auch am Hund erklären, für vieles ist aber ein regulärer theoretischer Unterricht notwendig.

Für viele Saloninhaber ist die Ausbildung von neuen Hundefriseuren der Rettungsanker vor der Pleite. Der Salon läuft nicht gut? Dann muß eben Geld mit Scherkursen in die Kasse kommen. Daß der Lehrling dann wohl später die gleichen Fehler in seinem Salon macht, wie der "Lehrherr" jetzt schon in seinem, ist dabei fast schon vorprogrammiert.

Vergessen Sie teuer bezahlten "Gebietsschutz" - da hat so mancher "Ausbilder" noch eine weitere Marktlücke entdeckt. Diese Leute lassen sich eine Gebühr dafür zahlen, daß sie keinen zweiten Auszubildenden aus der gleichen Stadt zur Ausbildung annehmen. Aber: Es ist ohnehin nicht so wahrscheinlich, daß gleich reihenweise Interessenten aus der gleichen Stadt kommen. Und auch wenn der Ausbilder diese nicht nimmt, irgendwo finden auch Ihre Konkurrenten einen Ausbilder.

"Sie sehen bei uns 10 Hunde pro Tag" - wenn es schlecht für Sie läuft, sehen Sie die Hunde nur. Aber auch wenn Sie tatsächlich 10 Hunde zu bearbeiten haben, blieben nur 45 Minuten pro Hund bei einem normalen 8 Stunden Tag. Lassen Sie sich nicht blenden! Ein Anfänger schafft es nicht, in 45 Minuten einen Hund zu frisieren. Somit rauscht die ganze Hundewelle an Ihnen vorbei, ohne daß Sie wirklich etwas gelernt haben. Weniger ist tatsächlich manchmal mehr.

 

bulletWas ist die Alternative zur Hundefriseurausbildung im Salon?

Eine Ausbildung in der Fachschule und mit praktischem Teil im Schulsalon.

Der Berufsverband der Groomer unterhält dazu eine Ausbildungsstätte in Deutschland, die Groomer Academy in Castrop-Rauxel. Hier werden die Kursteilnehmer in Theorie und Praxis geschult. Für die Praxis steht ein modern eingerichteter Schulsalon mit 4 Arbeitsplätzen (einer davon für Linkshänder) zur Verfügung. Die Hunde, die frisiert werden, sind "Models", d.h. die Besitzer müssen nichts für die Frisur zahlen und wissen, daß Kursteilnehmer auch schon am ersten Tag an diesen Hunden lernen. Selbst Aussteller vertrauen uns ihre Hunde an. Es wurden bereits viele Rassebeste, Sieger und Champions für ihre Teilnahme an VDH/FCI-Ausstellungen frisiert, so z. B. Border Terrier, Cocker Spaniel, Lakenois, Rauhhaardackel, Petit Bassets, Welsh Terrier und Scottish Terrier.

Für den theoretischen Unterricht steht ein "Klassenzimmer" mit modernster Technik zur Verfügung (Beamer, Leinwand, PC etc.), seit 2013 verwenden wir auch Tablet PC im Unterricht.
 

Nähere Informationen zu den Kursen des Berufsverbandes finden Sie unter Groomer Academy

Die Groomer Academy bildet auch Nichtmitglieder aus, für Mitglieder des BG e. V. gelten allerdings besondere Konditionen. 

 

Spezielles zur Ausbildung zum Hundefriseur:

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Es häufen sich Anfragen und Beschwerden zum Thema Ausbildung im laufenden Salonbetrieb.

Dazu nimmt der Berufsverband wie folgt Stellung: Kein Mitglied des BG e. V. bildet in seinem Salon aus. Auf Nichtmitglieder hat der BG e. V. keinen Einfluß. Auch wenn der entsprechende Salon mit Urkunden oder Zertifikaten wirbt, bei denen bewußt eine Nähe zum Berufsverband oder der Groomer Academy hergestellt werden soll, haben beide Institutionen damit nichts zu tun und distanzieren sich ausdrücklich von solchen Hundefriseurausbildungen und Salons. Diese Form des Trittbrettfahrens nimmt leider in der letzten Zeit sehr zu. Wenn Zweifel bestehen, beantworten der BG e. V. und auch die Leitung der Groomer Academy gerne alle Fragen und geben Auskunft zu ihren Ausbildungsangeboten.

Besonders häufig gingen die Beschwerden dahin, daß in einem (für den jeweiligen Interessenten) nahegelegenen Salon eine Ausbildung gebucht wurde und sich im Verlauf herausgestellt hat, daß der Saloninhaber nicht wirklich gewillt war, die eigene Konkurrenz auszubilden, aber sehr gerne das Geld kassiert hat. Einige Berichte gehen sogar dahin, daß absichtlich Falsches gelehrt worden sein soll.

Dem Berufsverband fehlen da leider die Möglichkeiten es zu kontrollieren oder einzugreifen, da die Inhaber der genannten Betriebe keine Mitglieder sind.

Ein noch befremdlicherer Hinweis betraf einen Salon, indem die Mitarbeiterin sich selber ausgebildet und ein "Diplom" mit Logo und Namenszug des eigenen Salons ausgestellt haben soll und jetzt damit wirbt, weitere Hundefriseure ausbilden zu wollen. Im eigenen Interesse sollte jeder Ausbildungssuchende diese Punkte genauestens kontrollieren und seine Rückschlüsse daraus ziehen.

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Scherschule – und dann?

In der letzten Zeit hören wir beim Berufsverband immer häufiger, daß eine Ausbildung in einer Scherschule als unzureichend empfunden wird und wir haben auch zunehmend Anfragen für ergänzende Seminare oder gar komplette „Nachschulungen“ von angehenden Hundefriseuren, die in verschiedenen Scherschulen, einer Schnittschule oder Schneidschule waren (es ist nicht immer dieselbe) und jetzt bei Saloneröffnung feststellen, daß ihnen wichtige Informationen und Arbeitstechniken fehlen.

Einerseits ist der Frust zu verstehen, andererseits:

Wenn jemand in eine Schwimmschule geht, wird er dort nicht reiten lernen. Das wundert niemanden.

Wenn jemand in eine Scherschule geht, darf er sich nicht wundern oder gar beschweren, daß dort nur „Scheren“ gelehrt wird.

In der Praxis kommen natürlich nach so einer „Scher-Ausbildung“ Probleme auf, denn abgesehen von der Fehlinvestition von Zeit und Geld kann sich auch die geplante Eröffnung verschieben, denn es ist keine gute Idee, einfach schon mal anzufangen – die mangelnde Fachkompetenz wird sich schnell unter den Hundebesitzern `rumsprechen und schon ist der gute Ruf dahin.

Also warum nicht in die „Scherschule“?

1. Längst nicht alle Hunderassen werden geschoren, oder um es genauer zu sagen: Viel mehr Rassen werden getrimmt, als geschoren. Wie praxisnah eine Scherschule dann ist, ist fraglich.

2. Abscherer gibt es aber bereits in fast jedem Ort. Wo bleibt also das Alleinstellungsmerkmal für den neu zu eröffnenden Salon?

Weitere Informationen finden Sie auch unter dem Menüpunkt "Ausbildung".

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 Beim Berufsverband wird immer wieder mal nach einer Ausbildung zum  "zertifizierten Profi-Groomer" gefragt.

Dazu nimmt der Berufsverband der Groomer e. V. wie folgt Stellung:

"Einen zertifizierten Profi-Groomer im eigentlichen Sinne des Begriffs "zertifiziert" gibt es nicht. Ein Lehrgang und somit sein Abschluß ist erst dann zertifiziert, wenn ein offizielles Zertifizierungsverfahren durchlaufen wurde. Es handelt sich hierbei wohl um eine gewollte Verwechslung (wenn nicht gar Irreführung des Kunden). Gemeint ist sicherlich, daß der Absolvent ein Zertifikat (im Sinne eines Nachweises) vom Betreiber erhält. Damit ist aber weder der Betreiber noch der Absolvent in irgendeiner Weise staatlich anerkannt und zertifiziert. Der Begriff Urkunde anstatt Zertifikat wäre sicherlich weniger irreführend."

Für Fragen steht der Berufsverband gerne zur Verfügung.

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Last updated: 20/11/2017